Island | Reisebericht - Tipps - Informationen:
Skogafoss - Skaftafell Nationalpark - Jökusarlon - Stafafell

Auszüge aus dem Reisetagebuch

Es ging weiter Richtung Osten, vorbei am Ort mit dem entsetzlich langen Namen "Kirkjubaejarklaustur" zum Skaftafell Nationalpark. Hinter Vik veränderte sich die Landschaft schlagartig. Auf einmal wurde alles grau, mondartig, wie Asche. Neben und vor uns ragten schneeweiße Gletscherberge empor.

Was für ein Tag, welch ein Geburtstag. Die Sonne stand bereits am frühen Morgen weit über dem Gletscher, der Himmel war strahlend blau und Peter, Jo und ich machten uns früh auf den Weg. Für unsere heutige Tagestour benötigten wir unbedingt bestes Wetter, schließlich wollten wir vom Meeresspiegel aus auf den 1126 m hohen Kristinartindar steigen. So weit im Norden sind Berge in dieser Höhe schon absolut im alpinen Gelände anzusiedeln und mit diversen Schneefeldern sowie sehr steilen, steinigen und für Wind anfälligen Passagen galt die Tour als recht anspruchsvoll. Die Mühe hat sich jedoch mehr als gelohnt. Am 31. Geburtstag einen solch exponierten Gipfel zu besteigen, dabei ständig in drei Himmelsrichtungen auf Gletscher zu blicken und in der vierten den Atlantik zu sehen, schließlich auf dem Gipfel den leckersten gekauften Geburtstagskuchen der Welt zu essen, das hat schon was.

Allgemeine Informationen:

Charakter: Sowohl kurze und einfache Wanderungen sind möglich als auch lange und anspruchsvolle Unternehmungen. Die Landschaft ist sehr karg, im Süden des Landes sind große Flächen vergletschert.

Tagestouren
Tour I: Skogafoss - Fimmvortuhals - Skogafoss
Tour II: Skaftafell NP - Svartifoss - Hundafoss - Thjofafoss - Skaftafell NP 
Tour III: Skaftafell NP - Sjonarnipa - Glama - Kristinartindar - Nyrthrihnukur - Sjonarsker - Skaftafell NP 
Tour IV: Jökusarlon am Ufer entlang 
Tour V: Stafafell entlang des Jökulsa-Flusses

Unterkünfte: Aus Kostengründen am Besten im Zelt. Zeltplätze gibt es ausreichend.

ÖPNV: Auf der Ringstraße um Island herum fahren regelmäßig Busse, die in allen Ortschaften halten. Auch hartgesottene FahrradfahrerInnen sind auf Island unterwegs. Eindrucksvoll ist eine solches Unternehmen sicherlich, es bedarf jedoch auch einer gehörigen Portion Kondition und Ausdauer.

Besonderheiten: Eigentlich wollten wir eine mehrtägige Wanderung machen, was jedoch aufgrund der Jahreszeit (Mitte Juni) und den damit verbundenen Restschneeverhältnissen nicht möglich war. Auch herrschte zeitweilig ein solch starker Wind, dass wir uns geradezu gegen den Wind stemmen mussten und dennoch nicht vorwärts kamen. In knapp zwei Wochen auf dieser Insel mitten im Atlantik schien dennoch fast jeden Tag die Sonne und der Regen hielt sich sehr im erträglichen Rahmen.

Selbst in kleinen Ortschaften gibt es zuweilen ein öffentliches Schwimmbad mit einem (natürlich) beheizten Whirl-Pool.

Reise- und Wanderführer:
Island - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen - Rother Wanderführer
Island - Michael Müller Verlag

Ergänzende Literatur:
GeoSpecial - Nordmeer
Jon Svensson: Nonni
Jon Svensson: Nonni auf Island
Christian E. Hannig: Island - Vulkane, Eis und Einsamkeit  - Eine extreme Tour per Rad


Stand: Juni 2000



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