Italien | Reisebericht - Tipps - Informationen:
Bergamasker Alpen
Brenta-Gruppe
Dolomiten
Meran - Naturpark Texelgruppe


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Bergamasker Alpen

Auszüge aus dem Reisetagebuch


Im Herbst ist es gar nicht so einfach, in die Berge zu kommen. Busse fahren viel seltener, die Hütten sind geschlossen, Hotels in den Tälern haben Betriebsferien... Dennoch fuhr irgendwann ein Bus von Bergamo nach Carona am Ende des Valle Brembana, zwei Nächte verbrachten Johannes und ich in den Winterräumen der Hütten, und ein Hotelzimmer fanden wir dann auch noch irgendwo.
Nachdem es den Anschein hatte, dass wir in diesen Tagen wohl keinem weiteren menschlichen Wesen begegnen würden, waren wir umso überraschter, dass sich im Rifugio Fratelli Calvi bereits zwei Italiener gemütlich eingerichtet hatten und Pasta kochten.

Allgemeine Informationen

Charakter: Einsame Wanderung (im Sommer vielleicht eher nicht?), landschaftlich geprägt von vielen Stauseen, zwischen 1100 und 2290 m gelegen (insgesamt geht das Gebiet bis etwa 3000 m)

Wanderroute mit zwei Übernachtungen: Ausgangspunkt Carona – Rif. Laghi Gemelli – Rif. Fratelli Calvi – Endpunkt Carona

Hütten: Überwiegend Häuser des Club Alpino Italiano (CAI), ansonsten privat, Winterräume offen (Vorsicht: Vorher erkundigen, denn dies wird sehr unterschiedlich gehandhabt.)

ÖPNV: regelmäßig Busse ab/bis Bergamo

Besonderheiten: Die Bergamasker Alpen haben auch den Namen „Alpi Orobie“. Eine Wanderung in den Bergamasker Alpen bietet sich an in Verbindung mit Kunst und Kultur in Norditalien oder ein paar geruhsamen Tagen an einem oberitalienischen See.

Adressen:
Deutscher Alpenverein: www.alpenverein.de
Club Alpino Italiano: www.cai.it
www.apt.bergamo.it - Seite der Stadt Bergamo

Reise- und Wanderführer – Land- und Wanderkarten:
Bergamasker Alpen Gebietsführer – Bergverlag Rother
Veltliner Fussreisen – Rotpunktverlag
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1– Büchergilde Gutenberg
Oberitalienische Seen – Michael Müller Verlag
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Foppolo – Valle Seriana Nr. 104
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Lecco – Valle Brembana Nr. 105


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Brenta-Gruppe

Auszüge aus dem Reisetagebuch

Ich bin völlig müde und geschafft. Etwa 8 ½ Stunden sind wir heute unterwegs gewesen. Genügend Wasser gab es auch nicht auf dem Weg. Als die Graffer Hütte in der Ferne sichtbar wurde, legten die anderen einen Zacken zu, um schon mal ein kühles Getränk zu bestellen.

Noch im Schatten stiegen wir auf die Bocca di Brenta auf, ein spannender Aufstieg über Felsen und Schneefelder. Auf der anderen Seite lag das Rifugio Pedrotti. Von hier aus gingen Johanna und Ecki über den Cimo Tosa, während Rüdiger und ich den gemütlichen Sentiero Palmieri zum Rifugio Agostini nahmen.

Im Rifugio Alimonta auf 2591 m haben wir Mittagspause gemacht und sind von dort aus, dem regnerischen Wetter angemessen, über das Rifugio Brentei zum Rifugio Tucket zurück gewandert. Am Morgen hatten wir den Klettersteig Sentiero Sosat gemacht.


Allgemeine Informationen

Charakter: Die Brenta ist berühmt für ihre Klettersteige, die in verschiedensten Schwierigkeitsgraden vorhanden sind. Für Kletterer ist das Gebiet ohnehin ein Traum. Aber auch gemütliche Wanderungen auf breiten Wegen sind möglich, um die imposante Felslandschaft zu erleben. Beschriebene Tour zwischen 740 und 2650 m gelegen.

Wanderroute mit sechs Übernachtungen: Ausgangspunkt Malè – Rif. Peller – Rif. Graffer – Rif. Brentei – Rif. Agostini – Rif. Tucket – Rif. Croz dell’ Altissimo - Endpunkt Molveno

Hütten: überwiegend Häuser des Alpenverein (CAI), ansonsten privat

ÖPNV: regelmäßig Busse von/nach Trento in fast alle Täler; nach Malè fährt auch ein kleiner Zug

Reise- und Wanderführer – Land- und Wanderkarten:
Klettersteige Dolomiten mit Brenta – Bergverlag Rother
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1– Büchergilde Gutenberg
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 - Gruppo di Brenta Nr. 73

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Dolomiten

Auszüge aus dem Reisetagebuch

Der heutige Tag stand unter dem Motto „ordentlich eingelaufen“. Früh mit dem Bus von Niederdorf zum Pragser Wildsee gestartet, traf ich nach knapp drei Stunden auf der Seekofelhütte ein. Das genügte mir jedoch nicht, sodass das Besteigen des Seekofel einen würdigeren Tagesabschluss bedeutete.

Der Felsentunnel aus dem Zweiten Weltkrieg stellt eine spannende Möglichkeit dar, den Abstieg vom Rifugio Lagazoi hinunter zum Falzarego-Pass zu bewältigen. Mit Taschenlampe ausgerüstet sowie einer gewissen Portion Mut wird der Abstieg zum ganz besonderen Erlebnis.

Mittlerweile bin ich nicht mehr alleine unterwegs. Mitglieder aus unserer langjährigen Wandergruppe sind am Grödner Joch eingetroffen und gemeinsam haben wir den Aufstieg in die Sella-Gruppe in Angriff genommen. Bei strahlendem Sonnenschein war am nächsten Tag der Piz Boe unser Ziel, der leichteste Dreitausender der Dolomiten mit 3150 m. Der Besucherstrom war entsprechend.

Allgemeine Informationen

Charakter: Bizarre Felsformationen, landschaftlich extrem kurzweilig; durch viele Passstraßen besteht allerdings alle paar Tage eine Berührung mit der Zivilisation, zwischen 1050 und 2950 m gelegen (Route I), und 1500 bis 3150 m hoch (Route II)

Wanderroute I mit sechs Übernachtungen: Ausgangspunkt Brixen – Plosehütte – Schlüterhütte – Puezhütte – Pisciadu-See-Hütte – Plattkofelhütte – Schlernhaus – Endpunkt Tiers
Wanderroute II mit neun Übernachtungen: Ausgangspunkt Pragser Wildsee – Seekofelhütte – La Varella-Hütte – Rif. Lagazuoi – Transfer Passo Falzarego nach Stern La Villa – Puezhütte – Pisciadu-See-Hütte – Rif. Vial dal Pan – Rif. Contrin – Capanna Passo Vallès – Rosetta-Hütte – Endpunkt San Martino

Hütten: überwiegend Häuser des CAI, ansonsten privat

ÖPNV: regelmäßige Busverbindungen in fast alle Täler, trampen möglich

Besonderheiten: Die Dolomiten bieten Weitwanderungen auf 10 ausgewiesenen Höhenwegen an. Ich bin den größten Teil von Höhenweg 2 gewandert sowie den Anfang vom Höhenweg 1. Hinzu kommen einige Nebenwege durch nicht minder interessante Gruppen.

Reise- und Wanderführer – Land- und Wanderkarten:
Dolomiten Höhenwege 1-3 – Bergverlag Rother
Klettersteige Dolomiten – Bergverlag Rother
Walter Pause: Alpine Höhenwege von Hütte zu Hütte Band 1 – Büchergilde Gutenberg
Wanderkarte 1:50 000 Pustertal-Bruneck WKS 3 – Freytag & Berndt
Wanderkarte 1:50 000 Grödner Tal – Sella – Marmolada WKS 5 – Freytag & Berndt
Wanderkarte 1:50 000 Pale die San Martino – Agordo – Belluno WKS 15 – Freytag & Berndt

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Meran – Naturpark Texelgruppe

Auszüge aus dem Reisetagebuch

Zu Fuß zum Dorf Tirol, dann mit der Seilbahn nach Hochmuth. Ein langer Weg liegt vor mir. Über die Hochganghütte (bis hierher bin ich einen kleinen Abschnitt des Meraner Höhenwegs gegangen) zur Hochgangscharte vorbei an den Spronser Seen zurück zur Seilbahn. 1600 Höhenmeter waren das heute im Aufstieg. Den Bus konnte ich in Dorf Tirol daher nicht vorbei fahren lassen. Am Abend habe ich mir noch einen Besuch in der Therme von Meran gegönnt und die müden Beine  entspannt. Ein architektonisch sehr ansprechendes Bad. Die Sicht vom Außenwhirlpool auf die umliegenden Dreitausender ist ohnehin grandios.

Allgemeine Informationen

Charakter: tolle Tagestour durch eine sehr vielseitige Landschaft; diverse Einkehr- und Gipfelmöglichkeiten; zwischen 320 und 2440 m gelegen.

ÖPNV: Busverbindungen von/nach Meran, Seilbahn ab Dorf Tirol

Reise- und Wanderführer – Land- und Wanderkarten:
Kompass-Wanderkarte 1:50 000 Meran und Umgebung Nr. 53



Stand: September 2007


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