Picos de Europa
Auszüge aus dem Reisetagebuch
Es hat stark geregnet in der Nacht, aber im Zelt wie auch im Vorzelt blieb alles trocken. Jo und ich haben in Ruhe zusammengepackt, unter dem Vordach der Rezeption gefrühstückt und sind weiter mit dem Bus nach Westen gefahren. Noch sind wir in der autonomen Gemeinschaft Kantabrien und möchten heute den Ort Comillas besuchen. Hier steht ein Haus, welches von Gaudí erbaut wurde. Es ist ein Sonnenblumenhaus, weil es komplett aus ca. 15 cm großen, mit Sonnenblumenmotiven verzierten, Kacheln besteht, die die Außenwände verschönern.
Von Llanes fuhren wir nach Arriondas und weiter zum Pilgerort Covadonga. Hier fand gerade ein wichtiges religiöses Ereignis statt, jedenfalls waren sehr viele Menschen auf den Beinen. Ab Covadonga mussten wir laufen, soviel war klar. Auch klar war, dass es 12 km sein werden, vermutlich an einer Fahrstraße entlang den Berg hinauf, und 800 Höhenmeter mussten überwunden werden. So versuchten wir zu trampen. Es klappte mit einem schicken Mercedes, gefahren von Amerikanern, die sich freuten, uns mitzunehmen. Wie wir uns freuten... In der Hütte am Lago de Enol wollten wir drei Tage bleiben, bis unser Freund Peter aus den USA eintreffen würde.
Die Garganta de Cares ist eine Schlucht, oberhalb derer man auf Felsenbändern, teilweise in Felsentunnels, stundenlang wandern kann. Am Abend, nach einer 24 km-Tagestour, befinden wir uns wieder in Poncebos, kochen auf unserem Plätzchen von gestern unser Mahl und beobachten den Adlerhorst im Felsen gegenüber, auf der anderen Seite des engen Tals.
Allgemeine Informationen:
Charakter: Die Picos de Europa erinnern mit ihren bizarren Felsformationen sehr an die Dolomiten. Daher sind sie auch ein Kletterrefugium. Dennoch erscheint das Gebirge deutlich ruhiger und untouristischer. Liebliche Almen, idyllische Seen, aber auch Dörfer, die, noch bewohnt, sich mitten im Gebirge befinden, ergänzen diesen Eindruck. Wanderung zwischen 200 und 1600 m gelegen.
Wanderroute mit sieben Übernachtungen in "Basislagern" und unterwegs: Refugio Lago Enol - Refugio Vega Redonda - Refugio Vega de Ario - Poncebos - Garganta de Cares - Bulnes - Vega de Uriello
Hütten: Es gibt gemütliche Selbstversorger-Hütten aber auch Zelten ist überall möglich.
ÖPNV: Mit Bus, Zug und für kurze Strecken trampend kommt man prima durch ganz Nordspanien. Die Überlandbusse sind komfortabel und günstig.
Besonderheiten: Das Guggenheim-Museum in Bilbao ist architektonisch so besonders, sodass die dort ausgestellten Exponate weniger interessieren. Der schlechte Ruf von Bilbao als Industriestadt ist nicht mehr gerechtfertigt. Durch das Museum, wie auch durch eine schöne Altstadt mit vielen Tapas-Bars und netten kleinen Hotels ist die Stadt durchaus ein Anziehungspunkt zu Beginn oder am Ende einer Reise in den Norden Spaniens.
Nicht nur die Picos, der vorgelagerte Mittelgebirgskamm oder die vielen kleinen und großen Orte, auch die Costa Verde (Grüne Küste) mit ihrem klaren Wasser, den eindrucksvollen Felsen und den goldgelben Stränden lohnen für einen Abstecher und einen entspannteren zweiten Teil der Reise.
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarten:
Trekking in Spain - Lonely Planet
Nordspanien - Michael Müller Verlag
Picos de Europa central y oriental 1:25 000 - Adrados Ediciones
Stand: Juni 1998
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Auszüge aus dem Reisetagebuch
Es hat stark geregnet in der Nacht, aber im Zelt wie auch im Vorzelt blieb alles trocken. Jo und ich haben in Ruhe zusammengepackt, unter dem Vordach der Rezeption gefrühstückt und sind weiter mit dem Bus nach Westen gefahren. Noch sind wir in der autonomen Gemeinschaft Kantabrien und möchten heute den Ort Comillas besuchen. Hier steht ein Haus, welches von Gaudí erbaut wurde. Es ist ein Sonnenblumenhaus, weil es komplett aus ca. 15 cm großen, mit Sonnenblumenmotiven verzierten, Kacheln besteht, die die Außenwände verschönern.
Von Llanes fuhren wir nach Arriondas und weiter zum Pilgerort Covadonga. Hier fand gerade ein wichtiges religiöses Ereignis statt, jedenfalls waren sehr viele Menschen auf den Beinen. Ab Covadonga mussten wir laufen, soviel war klar. Auch klar war, dass es 12 km sein werden, vermutlich an einer Fahrstraße entlang den Berg hinauf, und 800 Höhenmeter mussten überwunden werden. So versuchten wir zu trampen. Es klappte mit einem schicken Mercedes, gefahren von Amerikanern, die sich freuten, uns mitzunehmen. Wie wir uns freuten... In der Hütte am Lago de Enol wollten wir drei Tage bleiben, bis unser Freund Peter aus den USA eintreffen würde.
Die Garganta de Cares ist eine Schlucht, oberhalb derer man auf Felsenbändern, teilweise in Felsentunnels, stundenlang wandern kann. Am Abend, nach einer 24 km-Tagestour, befinden wir uns wieder in Poncebos, kochen auf unserem Plätzchen von gestern unser Mahl und beobachten den Adlerhorst im Felsen gegenüber, auf der anderen Seite des engen Tals.
Allgemeine Informationen:
Charakter: Die Picos de Europa erinnern mit ihren bizarren Felsformationen sehr an die Dolomiten. Daher sind sie auch ein Kletterrefugium. Dennoch erscheint das Gebirge deutlich ruhiger und untouristischer. Liebliche Almen, idyllische Seen, aber auch Dörfer, die, noch bewohnt, sich mitten im Gebirge befinden, ergänzen diesen Eindruck. Wanderung zwischen 200 und 1600 m gelegen.
Wanderroute mit sieben Übernachtungen in "Basislagern" und unterwegs: Refugio Lago Enol - Refugio Vega Redonda - Refugio Vega de Ario - Poncebos - Garganta de Cares - Bulnes - Vega de Uriello
Hütten: Es gibt gemütliche Selbstversorger-Hütten aber auch Zelten ist überall möglich.
ÖPNV: Mit Bus, Zug und für kurze Strecken trampend kommt man prima durch ganz Nordspanien. Die Überlandbusse sind komfortabel und günstig.
Besonderheiten: Das Guggenheim-Museum in Bilbao ist architektonisch so besonders, sodass die dort ausgestellten Exponate weniger interessieren. Der schlechte Ruf von Bilbao als Industriestadt ist nicht mehr gerechtfertigt. Durch das Museum, wie auch durch eine schöne Altstadt mit vielen Tapas-Bars und netten kleinen Hotels ist die Stadt durchaus ein Anziehungspunkt zu Beginn oder am Ende einer Reise in den Norden Spaniens.
Nicht nur die Picos, der vorgelagerte Mittelgebirgskamm oder die vielen kleinen und großen Orte, auch die Costa Verde (Grüne Küste) mit ihrem klaren Wasser, den eindrucksvollen Felsen und den goldgelben Stränden lohnen für einen Abstecher und einen entspannteren zweiten Teil der Reise.
Reise- und Wanderführer - Land- und Wanderkarten:
Trekking in Spain - Lonely Planet
Nordspanien - Michael Müller Verlag
Picos de Europa central y oriental 1:25 000 - Adrados Ediciones
Stand: Juni 1998
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